Mitgliederzuwachs

Private Krankenversicherung mit weniger Neuversicherten

Donnerstag, 29. Nov 2007, 02:03
Die Umsetzung der Gesundheitsreform erschwerte es den Anbietern von privaten Krankenversicherungen, ihre gewohnt hohen Mitgliederzuwächse zu halten. Im ersten Halbjahr 2007 konnte man dennoch 37.700 neue Versicherte verzeichnen.
37.000 neu Versicherte kann private Krankenversicherung verzeichnen.

37.000 neu Versicherte kann private Krankenversicherung verzeichnen.

Schuld am diesjährigen Rückgang der PKV Neuversicherten ist die Gesundheitsreform. In einer weiteren Ausbaustufe des Reformwerks müssen bisher gesetzlich Versicherte seit Februar dieses Jahres nun mindestens drei Jahre lang eine bestimmte Einkommensgrenze erreicht haben. Diese Versicherungspflichtgrenze liegt derzeit bei mindestens 3.975 Euro ununterbrochenem Bruttoverdienst pro Monat. Für Arbeitnehmer die speziell erst durch stetige Gehaltsanpassung diese Grenze nun erreicht haben, heißt es nun warten bevor sie wechseln können. Auch Berufseinsteiger mit gutem Verdienst müssen sich seit 2007 drei Jahre gedulden, da die meisten von ihnen vorher gesetzlich krankenversichert waren. Selbständige und Freiberufler sind von dieser Regelung nicht betroffen. Wer derzeit keine Krankenversicherung besitzt, hat jedoch seit Juli 2007 verbesserte Möglichkeiten, in eine private Krankenversicherung aufgenommen zu werden.Mehr Wettbewerb zwischen den Anbietern untereinander und ein verbesserter Vertrieb sollen die strengen Regelungen der Gesetzgebung nun kompensieren. Mit Beginn 2009 sollen Personen ohne jeglichen Krankenversicherungsschutz verpflichtet werden, den privaten Kassen beizutreten. Seit Juli diesen Jahres besteht dafür schon die Möglichkeit, welche jedoch nur verhalten genutzt wurde. Laut Gesundheitsministerium hatten in Deutschland Anfang des Jahres 300.000 Personen keine Krankenversicherung. Zum Ende des ersten Halbjahres waren in Deutschland 8,53 Millionen Menschen privat versichert. Über 19 Millionen Kassenpatienten leisten sich einen privaten Zusatzschutz, der größte Anteil wurde hierbei für zahnärztliche Extraleistungen abgeschlossen.




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