Gesundheitsreform
Private Krankenkassen müssen mit Korrekturen rechnen
Donnerstag, 24. Aug 2006, 17:28
Gesundheitsreformen auch Einfluss auf privat Versicherte.
Demnach werden die Privatkassen bald ähnlich funktionieren wie die gesetzlichen, was sich sowohl auf die Beiträge als auch auf die Mitglieder auswirken soll. Private Krankenversicherungen müssen künftig einen einheitlichen Basistarif für alle Versicherten anbieten und dürfen Interessenten, die die Voraussetzungen erfüllen, nicht mehr ablehnen. Außerdem sollen bisher freiwillig gesetzlich Versicherte ebenfalls den Basistarif der Privaten nutzen können. Der Basistarif bietet Leistungen auf Grundlage der gesetzlichen Krankenversicherung an und verzichtet auf eine vorherige Gesundheitsprüfung.Die Pläne für die Privatkassen könnten die heute niedrigen Prämien für jüngere Versicherte um bis zu 36 Prozent steigen lassen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf das Bundesfinanzministerium. Außerdem führe die leichtere Möglichkeit des Krankenkassenwechsels zu erheblichem Mehraufwand bei den privaten Kassen. Laut „Süddeutscher Zeitung“ sollen die Versicherten anders als heute bei einem Wechsel in eine andere Privatkasse ihre individuelle Altersrückstellung mitnehmen können. Darüber hinaus ist der „Berliner Zeitung“ zufolge eine soziale Komponente geplant. Kein Versicherter soll mehr als 20 Prozent seines Einkommens für den Basisschutz ausgeben müssen. Wird dieser Anteil überschritten, erhält er aus einem gemeinsamen Fonds der Privatkassen einen Zuschuss. Beim Basistarif ist ein Selbstbehalt von 1200 Euro vorgesehen.






