Beitragsänderung
Neue PKV Beiträge durch Gleichbehandlungsgesetz
Donnerstag, 06. Dez 2007, 11:32
Privat Versicherte erwartet Beitragserhöhung.
Das längst fällige Gleichstellungsprinzip soll ab kommendem Jahr bei allen Privaten Krankenversicherungen in ganz Deutschland eingeführt werden. Frauen sollen fortan nicht mehr zahlen als Männer, da es naturgemäß ihnen obliegt Kinder zu gebären. Beim größten deutschen Krankenversicherer Debeka beziffert man die Kosten von Schwangerschaft und Entbindung auf 67 Millionen Euro. Für die über 40 Anbieter von privaten Krankenversicherungen bzw. Zusatzversicherungen lassen sich insgesamt ca. 350-400 Millionen Euro hochrechnen.Je nach Tarif und Gesellschaft wird die Prämie also für Männer steigen, während Frauen vielfach sogar mit Beitragssatzsenkungen rechnen können. Auch beim Alter der Versicherten versucht man die Anpassungen gerecht zu verteilen. Ältere Versicherte sollen somit gar nicht von Erhöhungen der Beiträge betroffen sein. Bisher zahlen Frauen cirka 30 Prozent mehr an Beiträgen bei einem privaten Krankenvollschutz. Zu einem völligen Angleich der Beiträge für männliche und weibliche Versicherte wird es jedoch nie kommen, da Frauen eine höhere Lebenserwartung haben.Die Versicherungsanbieter berechnen derzeit die Anpassungen in den jeweiligen Tarifgruppen. Damit diese neue Kostenkalkulation nicht willkürlich verabschiedet wird, beobachtet der Gesetzgeber die Tarife. Die Bundesaufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen (BaFin) verabschiedet die geänderte Kalkulationsverordnung.Die Privaten Krankenversicherer sind überzeugt davon, dass Versicherte Verständnis für die Beitragsanpassungen aufbringen. Es eine Gesellschaftsaufgabe, dass sich männliche Versicherte an den Kosten für Schwangerschaften und Geburten beteiligen. Die hohe Qualität im Gesundheitsschutz für werdende Mütter soll weiterhin gewahrt werden.






