Krankenstand sinkt
Krankenstand 2005 weiter gesunken
Dienstag, 02. Mai 2006, 16:22
Sinken die Ausgaben der Krankenhäuser durch einen niedrigen Krankenstand?
Ein DAK-Versicherter war in Jahr 2005 im Durchschnitt 11,3 Tage krank (2004: 11,6 Tage). „Bei dem gegenwärtig sehr niedrigen Niveau des Krankenstandes sind nur noch geringe Senkungen zu erwarten, die jedoch große Anstrengungen erfordern“, meint DAK-Vorstandsvorsitzender Herbert Rebscher. Die Daten der DAK beruhen auf der Auswertung der Krankschreibungen von 2,6 Millionen erwerbstätigen Mitgliedern. Dabei wurde besonders die zahlenmäßige Entwicklung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen untersucht. Ein Ergebnis der Analyse: Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen nehmen zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr deutlich zu. Die Krankheitstage steigen in hier um mehr als das Doppelte (115 Prozent). Rebscher zufolge unterschätzten viele Frauen dieses Erkrankungsrisiko. Mittlerweile stirbt deutschlandweit mehr als jede zweite Frau an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung der Deutschen Angestellten Krankenkasse zufolge hat bisher nur etwas mehr als die Hälfte der Frauen, welche Risikofaktoren aufweisen, mit ihrem Arzt über ihr Risiko gesprochen.Weitere Aussagen des Gesundheitsreports: 2005 waren täglich 31 von 1.000 Beschäftigten krank geschrieben. Dabei gab es auch 2005 wieder Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern: In den westlichen Bundesländern (mit Berlin) beträgt der Krankenstand mit durchschnittlich 3,0 Prozent etwa 0,7 Prozent weniger als in den östlichen Bundesländern. Der Krankenstand der Männer war 2005 mit 3,0 Prozent nur wenig geringer als der der weiblichen DAK Versicherten mit 3,3 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2005 waren Männer knapp elf Tage und Frauen fast zwölf Tage krank geschrieben.






