Gesetzliche Krankenkasse
Private Zusatzversicherungen
Zusatzversicherung für gesetzlich Versicherte
Der Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherungen ist im Sozialgesetzbuch verankert und bei allen Kassen zum größten Teil identisch. Politische und finanzielle Gründe können dazu führen, dass diese gesetzlich zugesicherten Leistungen vom Gesetzgeber verändert werden. In der Vergangenheit hat es daher immer wieder Kürzungen der Leistungen gegeben. Dass hochwertige medizinische Betreuung in Deutschland aufgrund des wissenschaftlichen Fortschritts immer kostenintensiver wird, liegt auf der Hand. Gleichzeitig führt der immer höher werdende Anteil älterer Menschen zu einem strukturellen Problem im gesetzlichen Versicherungssystem. So muss aufgrund von Finanzierungsengpässen immer wieder bei den Leistungen gekürzt werden. Leistungen werden entweder nur noch teilweise oder gar nicht mehr übernommen.
Auf diese Weise werden immer weitere „Löcher“ in die gesetzliche Versorgungskette gerissen. Das ist mit Zuzahlungen für die Patienten verbunden. Immer mehr Menschen greifen daher auf eine private Zusatzkrankenversicherung zurück, die solche Versicherungslücken schließen kann. Eine private Zusatzversicherung eignet sich besonders für Angestellte und Arbeitnehmer mit einem Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze von derzeit 4.162,50 € pro Monat oder 49.950 € pro Jahr.
Die Vorteile einer Krankenzusatzversicherung
Mit einer Krankenzusatzversicherung lässt sich der Schutz auf das Niveau einer privaten Krankenvollversicherung anheben – und das auch als gesetzlich Pflichtversicherter. Das Angebot der privaten Krankenversicherungen ist sehr umfangreich und der Leistungsumfang sehr vielfältig. Außerdem erspart man sich im Krankheitsfall erhebliche Zuzahlungen.
Arten der Zusatzversicherung
Mit einer Zusatz- oder Ergänzungsversicherung werden gewisse Lücken im gesetzlichen System geschlossen. Da diese Lücken in ganz unterschiedlichen Bereichen auftreten, lässt sich eine Zusatzversicherung im Baukastenprinzip abschließen. Meist werden daher bestimmte Schwerpunkte angeboten, um die Kosten weitgehend gering zu halten.
Üblicherweise werden Versicherungen mit ambulantem, stationärem oder dentalem Schwerpunkt unterschieden. Je nach Bedarf kann man seine gesetzliche Versicherung auf diese Weise ergänzen. Es lassen sich auch alle Bereiche kombinieren. Die Beiträge steigen dementsprechend. Art und Umfang solcher Baukastensteine sind zudem von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Vor allem die Zahnzusatzversicherung macht angesichts des hohen Preisniveaus von Zahnbehandlungen oft Sinn.
Beispiel Zusatzversicherung Zahnersatz
Der Zahnersatz kostet 1500 Euro, davon übernimmt die Kasse 60 Prozent, also 900 Euro. Der Patient muss die restlichen 600 Euro übernehmen. Besitzt er allerdings eine Zahnzusatzversicherung, übernimmt diese 40 Prozent der Kassenleistung, also 360 Euro. Dem Patienten blieben dann nur noch 240 Euro Eigenbeteiligung. Weitere Zusatzversicherungen sind die Auslandskrankenversicherung, die Krankentagegeldversicherung oder die private Pflege-Zusatzversicherung.
Die Kosten einer Zusatzversicherung
Je nach Anbieter können die Beiträge für eine Ergänzungsversicherung schwanken. Ausschlaggebend ist aber auch der gewählte Leistungsumfang. Eine einfache Zusatzversicherung für ambulante Leistungen, z.B. einen Krankenrücktransport kann schon bei unter zehn Euro im Monat liegen. Ähnlich wie bei der privaten Krankenversicherung ist auch das Eintrittsalter bei Vertragsschluss und das Geschlecht des oder der Versicherten ausschlaggebend für die Höhe des Beitrages.






